Wie man einen Club von Null auf gestaltet, weiss die gebürtige Münchnerin aus erster Hand – sie war die ersten zwei Jahre im Ultraschall Resident DJ und gestaltete unzählige Freitage. In Berlin war sie die ersten zwei Jahre Resident im Berghain-Vorläufer Ostgut, später wurde sie Teil der Ritter Butzke, wo sie seit 2007 Künstlerin und Kuratorin internationaler Events ist.

Während ihres Studiums der Kulturwissenschaften und Nordamerikastudien, das sie 2007 mit dem Magister abschloss, entwickelte sie Radiokonzepte und produzierte diese u.a. für die Jazzwelle Plus, Italia Network und Evosonic Radio. In den 90ern hatte sie mehrere erfolgreiche Veranstaltungsreihen, u.a. einen legendären After Hour Club in einem Cabaret. Seit den 90ern ist sie u.a. als Produzentin von Hörspielen und Platten tätig, stets mit ihrem eigenen Studio. Seit 2004 ist sie Labelmanagerin, u.a. für ihre eigene Marke „aromamusic“. Ihre Discografie umfasst ca. 100 Werke, darunter Eigen- und Fremdproduktionen mit mehreren Alben. Wenn es die Zeit zulässt, ist sie Autorin für unterschiedliche Magazine.

Aroma liebt Technik und ist in der Lage komplizierte Sachverhalte so zu erklären, dass sie Spass machen. Analyse und Wissensvermittlung ist ihr ein demokratisches Anliegen. Für Softwarefirmen wie z.B. Ableton entwickelte sie Lernmaterial und gab Workshops auch an vielen ungewöhnlichen Orten wie Manila oder Istanbul.

Im Jahr 2015 organisierte sie den Thinktank “Music Ahead”. Bei diesem Format ging es darum, sich an drei Tagen mit Wissensgewinnung rund um die Clubkultur und auch mit der Frage zu beschäftigen, wie man dieses informelle Wissen am besten einfängt und die so gewonnenen Erkentnisse einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich macht. “Music Ahead” ist ein work in progress mit neuen Satelliten.

Nach wie vor ist Aroma Produzentin, DJ, Labelmanagerin und rastlose Kuratorin von konzeptionellen Events – über kulturelle Grenzen hinweg, weltweit. Sie schafft den Spagat zwischen kommerziell erfolgreicher Musikproduktion und dem Anspruch, Teil einer Kultur zu sein, die man mit entwickelt, analysiert und hinterfragt. Sie macht aus vielen unterschiedlichen Fähigkeiten ein konzeptionell stimmiges Ganzes, das sich vielleicht am besten unter dem Begriff „Clubkultur“ zusammenfassen lässt.

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